Die Stiftung gewährt für herausragende Theaterinszenierungen Zuschüsse.
2012 wurden gleich zwei Inszenierungen gefördert. Reto Kamberger entwickelte die Theaterproduktion "Integrare heißt Erneuern!", ein Episodenstück über den Themen Anpassung, Selbstbestimmung und Integration. Das Inszenierungsteam um Regisseur Kamberger begab sich auf die Suche nach Ideen und Bildern für eine pluralistische Gesellschaft. Première feierte das Stück am 20. September 2012 im Berliner Theater unterm Dach.
Auch eine zweite Première im September 2012 ging auf die Förderung der Heinz und Heide Dürr Stiftung zurück. Mit "Meine gottverlassene Aufdringlichkeit" inszenierte der Dramatiker Christoph Nußbaumeder ein Monologstück, das von einer jungen Frau handelt, die als jobbende Kunsthistorikerin ihr prekäres Leben scheinbar im Griff hat. Nußbaumeder erzählt ein Gesellschaftsepos, in dem sich viele der Zuschauer wiederfinden. Das Stück wurde in den Berliner Sophiensaelen uraufgeführt.
2007 wurde eine innovative Inszenierung von Goethes Faust I und II durch die Neue Bühne Senftenberg gefördert. Das Theater ging über eine reine Bühnenaufführung des Faust I hinaus und mit dem Faust II auf Tour. Vier Stationen wurden zu zeitgenössischen Originalschauplätzen.
2005 förderte die Stiftung ein Gastspiel an den Schlossfestspielen Ludwigsburg . Peter Brook inszenierte Samuel Becketts letztes großes Theaterstück „Glückliche Tage“. Der bekannte Regisseur bringt die Rehearsal Version des Stückes auf die Bühne, die das Stück szenisch auf das Wesentliche reduziert und somit für alle denkbaren Spielorte öffnet. Ein Tisch, eine Bank und zwei sensationell gute Schauspieler (Miriam Goldschmidt, Wolfgang Kroke) genügen Peter Brook, um die eingefahrene Situation des alternden Paares Winnie und Willie in einen unvergesslichen Theaterabend zu verwandeln, nicht zuletzt dank seiner charismatischen Hauptdarstellerin: „Miriam Goldschmidt wirft ihr Leben, ihre Wärme, ihre Tollheit, ihre wilden Weiberträume, ihren Witz wie kleine Funken sprühende Bomben ... gegen all das Öde und Tote rings um sie herum“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung).
Folgende Theater und Festivals wurden bisher u.a. unterstützt:
- Die Fliegenden Fische
- Die Schlossfestspiele Ludwigsburg
- Das Theater Poetenpack in Potsdam
- Das Neue Theater Halle
- Inszenierung von Brechts „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ mit Schülern der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“
- Uraufführungsprojekt der Oper „Katzen haben 7 Leben“ nach einem Text von Jenny Erpenbeck am HAU Berlin
- Aufführung von Oscar Wildes „Salome“ in der Inszenierung von Armin Holz in einem ehemaligen Kino in Berlin Kreuzberg
- Das 4. Festival für Internationale Neue Dramatik an der Schaubühne Berlin (FIND)
- Das Theater der Welt in Stuttgart 2005 (Stück Schwabenblues)
- Das Schanzentheater Berlin
