Die Endlichkeit der Mittel verhindert oft, dass neue, also riskante Stücke gespielt werden


Deutsches Theater Berlin

Für Uraufführungen am Deutschen Theater hat die Stiftung Stipendien an folgende Autoren vergeben: 

  • Andreas Dresen für das Stück „Zeugenstand – Stadtguerilla-Monologe“, UA Juni 2002
  • Elfriede Jelinek für das Stück „Jackie und andere Prinzessinnen“, UA November 2002
  • Jenny Erpenbeck für das Stück „Leibesübungen für eine Sünderin“, UA März 2003
  • Armin Petras alias Fritz Kater für eine moderne Adaption von „Die Gerechten“ von Albert Camus, UA Januar 2004
  • Oliver Bukowski für das Stück „Stand By“, UA April 2004
  • Martin Heckmanns für Uraufführung „4 Millionen Türen“, UA Oktober 2004
  • Jon Fosse für die Entwicklung des Stückes „Heiss“, UA im September 2005
  • Roland Schimmelpfennig für die Entwicklung des Stückes „Auf der Greifswalder Straße“, UA Januar 2006
  • Oleg und Wladimir Presnjakow für die Entwicklung eines Stückes für die Eröffnung der Box & Bar, Herbst 2006
  • Thomas Freyer mit Maren Friedrich, Fabiane Kemmann: Alles aus – Liebe im Hotel, UA in der Box & Bar, März 2009

 

Weiterhin wurden am Deutschen Theater folgende Inszenierungen bzw. Veranstaltungen unterstützt:
  • „Der nackte Wahnsinn“ von Michael Frayn in der Regie von Peter Dehler, Premiere Juli 2000
  • „Ausstand“ von Heiko Buhr in der Regie von Bruno Klimek, UA Dezember 2000
  • Konferenz „Verweile doch“, Goethes Faust heute, Februar 2006

 


 

 

 
 
Theater soll vor allem anregen und aufregen

Theaterpreis des Kulturkreises der Deutschen Wirtschaft und der Heinz und Heide Dürr Stiftung

In den Jahren 2007 und 2008 stiftete die Heinz und Heide Dürr Stiftung den mit 10.000 Euro dotierten Dramatikerpreis der deutschen Wirtschaft, den der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI vergibt. Mit dem Preis ist der Auftrag verbunden, in enger Zusammenarbeit mit der Dramaturgie und dem Ensemble eines Theaters ein Stück zu schreiben, das an dem Theater auch uraufgeführt wird. Der Preis wird vom Kulturkreis zum sechsten Mal auch aufgrund des Erfolgs der bisher ausgezeichneten Stipendiaten vergeben. 

Ewald Palmetshofer
(geb. 1978) erhielt in 2008 die Auszeichnung. Sein Stück entwickelt er in Kooperation mit dem Staatsschauspiel Dresden. Die Uraufführung ist für die Spielzeit 2009/2010 vorgesehen.

Die Jury – Wilfried Schulz (Intendant Schauspielhaus Hannover), Frank Baumbauer (Intendant Kammerspiele München), Christine Dössel (Theaterkritikerin Süddeutsche Zeitung, München) – wählte den Preisträger unter dem Vorsitz von Nina Hugendubel (Vorsitzende des Gremiums Literatur des Kulturkreises) aus 22 nominierten Autoren aus.

Dazu Nina Hugendubel: „Der Dramatikerpreis ist eine hervorragende Initiative, die jungen Talenten eine Möglichkeit gibt, ihre
Stücke mit großen Bühnen zu erproben. Der Kulturkreis dankt den Theatern, dass sie bei dieser Initiative mitmachen, zusammen mit den jungen Autoren experimentieren und die Werke zur Uraufführung bringen.“

Die Entscheidung sei der Jury nicht leicht gefallen angesichts der vielen interessanten und begabten Dramatiker, so Hugendubel weiter. Christine Dössel fügt als Begründung für die Wahl der Jury hinzu: „Ewald Palmetshofer ist ein ganz und gar eigenwilliger Sprachspieler, der nicht nur Himmel und Erde, sondern auch Logos und Logistik bewegt, um dem Alltäglichen beizukommen. Selbstverständlich geht es ihm dabei um Leben und Tod.

Die offizielle Preisverleihung fand anlässlich der Jahrestagung des Kulturkreises am 18. Oktober 2008 in Würzburg statt.

In 2007 erhielt  Philipp Löhle die Auszeichnung. für eine Produktion am Schauspielhaus Bochum. Begründung der Jury : „Phillipp Löhle erzählt auf ebenso unprätentiöse wie unmodische Weise Geschichten, die auch sprachlich überzeugen."


 
 
 
 
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